Gruppenfoto ISB und Stiftung
Die Geschäftsführung der Stiftung und das ISB begrüßen Thao Eder im Team. | (v.l.n.r.: Wolfgang Schwarzenberger, Thao Eder, Robert Stolzenberg, Mirjam Eisele)
13. Juli 2026

ISB und Stiftung stärken internationale Mobilität an bayerischen Schulen

Neue Kooperationsstelle erleichtert Mittel-, Förder- und Realschulen den Weg ins Ausland

Eine neue Kooperationsstelle zwischen dem Staatsinstitut für Schulqualität und Bildungsforschung (ISB) und der Stiftung Jugendaustausch Bayern erleichtert Schülerinnen und Schülern an Mittel-, Förder- und Realschulen den Weg ins Ausland. Thao Eder übernimmt die Aufgabe ab Juli 2026.

Erasmus+: Große Unterschiede zwischen den Schularten

Wie dringend Handlungsbedarf besteht, zeigen aktuelle Zahlen des ISB zur Teilnahme an Erasmus+ in Bayern (Stand: 2026). Während 66,9 Prozent der Gymnasien das Programm nutzen, sind es bei Realschulen nur 26,8 Prozent, bei Mittelschulen 9,7 Prozent und bei Förderschulen 3,6 Prozent. Diese Lücke will die Kooperation schließen.

Vom ersten Austausch zur eigenständigen internationalen Arbeit

Die Stiftung finanziert die neue Teilzeitstelle beim ISB bis 2028. Sie begleitet Mittel-, Förder- und Realschulen über den gesamten Weg: von ersten Mobilitätserfahrungen über Beratung, Fortbildungen und eigener Projekte im Rahmen des Mobilitätskonsortium „Erasmus@ISB“ bis hin zur dauerhaften Erasmus+ Akkreditierung. Davon profitieren vor allem Aufsichtsbehörden, Schulleitungen und Lehrkräfte, für sie wird es leichter, erste Mobilitätsprojekte anzustoßen. Hinzu kommen Verwaltungs- und Dokumentationsaufgaben sowie Veranstaltungen für die Zielgruppen. So wird internationale Mobilität Schritt für Schritt Teil des Schulalltags. 

„Die Stiftung und das ISB ziehen schon lange am selben Strang. Jetzt bündeln wir unsere Kräfte, um aus Einzelprojekten verlässliche Strukturen und mittel- bis langfristige Finanzierungsoptionen zu schaffen, von denen Schule für Schule profitiert“, erklärt Wolfgang Schwarzenberger, Geschäftsführer der Stiftung Jugendaustausch Bayern.

„Niemand muss bei null anfangen. Wir nehmen Schulen an die Hand, vom ersten Austausch bis zu dem Punkt, an dem sie ihre internationale Arbeit selbst tragen“, sagt Robert Stolzenberg, Referatsleiter vom ISB.

ISB und Stiftung sind schon heute zentrale Akteure bei der Förderung von Internationalisierungsprojekten in Bayern. Mit der neuen Kooperation stimmen sie ihre Maßnahmen enger ab und verzahnen sie systematisch.

Kontakt:

Staatsinstitut für Schulqualität und Bildungsforschung
Grundsatzabteilung: Europäische Bildungsprogramme

Thao Eder
Tel.: 0892170262389 2170-2623
Mail: thao.eder@isb.bayern.de