„Man kann sich immer irgendwie verständigen – auch ohne Worte“
Clara und Julia 15 Kenia
Schülerin

Clara und Julia von der Mittelschule Schwabmünchen waren mit ihren Mitschülerinnen und Mitschülern zehn Tage lang in Kapsogo in Kenia. Dort besuchten sie die Schwenk Secondary School und lernten das Land kennen. Anschließend kamen die kenianischen Jugendlichen zum Gegenbesuch nach Bayern. Was die Highlights ihrer Begegnungen waren und was sie gelernt haben, erzählen Clara und Julia hier.

Was hat euch motiviert, am Schüleraustausch teilzunehmen und mit nach Kenia zu fliegen?
Clara: Ich wollte eine andere Kultur und das Land kennenlernen und erfahren, wie Menschen in anderen Ländern leben.

Wie habt ihr euch auf die Reise vorbereitet?
Clara: Unsere Lehrer haben uns darauf vorbereitet, wie es in Kenia sein wird und wie wir uns in bestimmten Situationen verhalten sollen.

Julia: Dabei ging es zum Beispiel darum, dass wir die Menschen dort nicht einfach fotografieren dürfen, ohne sie vorher zu fragen.

Was war euer Highlight bei eurem Aufenthalt in Kenia?
Julia: Ich fand es spannend, mitzuerleben, wie der Schulunterricht dort aussieht. In ein paar Fächern behandeln sie die gleichen Themen wie wir. Außerdem war die Safari ein Highlight. Es war toll, die Tiere in freier Wildbahn zu sehen.

Clara: Ich fand auch die Schule besonders spannend. Ich war erstaunt, dass die Schüler dort alle so still waren und extrem auf ihre Lehrer gehört haben. Interessant war auch zu sehen, wie es in Kenia auf einem Markt abläuft. Es wird dort sehr viel gedrängelt und man muss mit den Verkäufern verhandeln. Das ist bei uns ja nicht so.

Vor welchen Herausforderungen standet ihr während der Begegnungen?
Julia: Manchmal war die Kommunikation schwierig, wenn ich Worte auf Englisch nicht wusste. Dann musste ich umschreiben, was ich sagen wollte. Die kenianischen Jugendlichen haben es zwar immer verstanden, aber es war manchmal ein bisschen anstrengend.

Clara: Ich fand’s auch manchmal schwer, die Kenianer zu verstehen, weil sie beim Englischsprechen einen anderen Akzent haben als wir und manche Worte anders aussprechen. Außerdem reden sie sehr leise und manchmal auch sehr schnell.

Julia: Ich habe aber gelernt, dass man sich immer irgendwie verständigen kann – auch ohne Worte. Beim Kickerspielen haben wir zum Beispiel kaum geredet, wir haben einfach nur gespielt.

Was hat euch überrascht?
Julia: Als die kenianischen Jugendlichen in Deutschland waren, hat mich überrascht, wie langsam sie laufen. Wir müssten sie öfter bitten, ein bisschen schneller zu gehen, damit wir unseren Zug noch erwischen.

Clara: Wir hatten Austauschschüler bei uns zu Hause aufgenommen. Sie sind immer erst ins Haus oder in die einzelnen Räume gegangen, wenn wir gesagt haben, dass sie hereinkommen dürfen. Vorher hatten wir ihnen gesagt, dass sie immer überall hindürfen. Trotzdem sind sie immer stehen geblieben und haben gewartet.

Was war euer Highlight bei der Begegnung in Schwabmünchen?
Clara: Ich fand’s sehr schön zu sehen, wie sich die Kenianer über den Schnee gefreut haben. Für uns ist Schnee ja normal, aber sie haben den zum ersten Mal gesehen. Toll war auch die Schneeballschlacht, die wir auf Schloss Neuschwanstein gemacht haben.

Was ratet ihr Anderen, die einen Austausch machen wollen
Clara: Ihr braucht keine Angst vor dem Austausch zu haben, es ist schön. Außerdem ist es gut, wenn man auf die Austauschpartner zugeht. Denn für die ist das ja genauso neu wie für uns.